Broker- & Depot Allgemein

von Checkstore
Hauptkategorie: Geldanlage

Viele Banken werben mit einem kostenlosen Wertpapierdepot. Doch Anleger sollten genau hinschauen, denn kostenlos bedeutet nicht gebührenfrei. Die jährliche Depotgebühr ist in der Regel der unwichtigste Posten, zu Buche schlagen vor allem die Orderkosten. Unser Vergleich zeigt: Wer häufig und mit größeren Beträgen handelt, kann mehrere Hundert Euro im Jahr sparen.

Pauschal lässt sich die Frage, welche Bank das günstigste Wertpapierdepot anbietet, nicht beantworten. Wichtigster Kostenfaktor sind die Ordergebühren, die sich meistens aus einer Grundgebühr und einem prozentualen Anteil am Ordervolumen zusammensetzen. Noch komplizierter machen einen Vergleich dabei unterschiedliche Mindest- und Höchstbeträge. Außerdem gibt es Aufschläge für offline erteilte Orders in unterschiedlicher Höhe, je nachdem, auf welchem Weg der Auftrag übermittelt wurde. Die meisten Banken berechnen keine Gebühren für das Setzen oder Ändern von Limits, bei anderen kann das Ändern oder Löschen aber auch 4,90 Euro kosten.

Vollends unübersichtlich wird das Gebührendickicht der Banken durch besondere Extras wie ein gebührenfreies Referenzkonto mit Verzinsung oder der Möglichkeit, Realtime-Kurse kostenlos abzurufen. Neukunden werden auch mit Rabatten belohnt, beispielsweise 20 freie Trades oder Gutschriften. Auch dabei gibt es wieder Einschränkungen. So muss das Konto unter Umständen innerhalb eines bestimmten Zeitraums mehrere Tausend Euro Volumen aufweisen.

Wie groß die Kostenunterschiede für ein Wertpapierdepot sein können, zeigt ein Beispiel: Für ein Depot, auf dem sechs Transaktionen im Jahr im Umfang von jeweils 3000 Euro durchgeführt werden, fallen beim günstigsten Anbieter im außerbörslichen Handel 35,40 Euro an Gebühren an. Handelt der Anleger über die Börse, kommen 30 Euro Börsengebühr hinzu: macht zusammen 65,40 Euro. Am unteren Ende des Konten-Vergleichs im Depot-Check werden 180 Euro Transaktionsgebühren fällig, hinzu kommen in diesem Fall 19,99 Euro Depotgebühren und 4,20 Euro Gebühr auf das Depotvolumen (bei durchschnittlich 3000 Euro) – insgesamt also gut 200 Euro. Bei aktiverem Handel summiert sich die Differenz für den Depotinhaber schnell auf mehrere Hundert Euro im Jahr.

Unser Konten-Vergleich bietet im Schnell-Check einen Überblick über die Konditionen von Banken. Im Detail-Check lassen sich die Anbieter auch nach individuellen Vorgaben wie die Höhe des durchschnittlichen Ordervolumens auf den Prüfstand stellen.