CFD-Broker

von Checkstore
Hauptkategorie: Geldanlage

Contracts for Difference (CFDs) bzw. Differenzkontrakte - Was ist das?

Contracts for Difference (CFDs) stellen eine attraktive Methode dar, um mit vergleichsweise geringem Kapitaleinsatz und starkem Hebeleffekt (Leverage) in verschiedenste Basiswerte zu investieren und aktiv zu traden. Die handelbaren Basiswerte sind dabei sehr vielfältig. So können Sie beispielsweise in Aktien, Idizes, Rohstoffe, Währungen und Zinsprodukte investieren. CFDs bilden dabei den entsprechenden Basiswert (sogenanntes Underlying) ab und vollziehen dessen Kursänderungen exakt nach. Mit einem Contract for Difference investieren Sie also nicht in den Basiswert selbst. CFDs gehören somit zur Klasse der derivaten Finanzinstrumente.

Ein Contract for Difference, übersetzt Differenzkontrakt, stellt eine in der Laufzeit unbegrenzte Vereinbarung über einen Barausgleich aus der Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis dar. Die Differenz ergibt sich aus dem Ausgangswert eines zugrunde liegenden Basiswertes und der Kursentwicklung. Beispiel: Bei einem Anstieg des DAX von 6.200 auf 6.250 Punkte ergibt das einen Unterschied von 50 Punkten. Die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis ergibt den Gewinn oder Verlust eines CFD.

Beim Traden mit CFDs können Sie eine Long-Position einnehmen und vom steigenden Kurs eines Basiswertes profitieren oder mit einer Short-Position auf fallende Kurse des Underlyings wetten. Contracts for Difference eignen sich damit sowohl zur Spekulation als auch zum Hedging.

Ein großer Vorteil beim CFD-Trading liegt bei dem im Vergleich zum Kauf der Basiswerte geringen Kapitalbedarf und den geringen Handelskosten. Beim CFD-Handel über einen Market-Maker hinterlegen Sie beim Trade lediglich eine Sicherheitsleistung, die so genannte Margin, und zahlen einen geringen Spread. Beispiel: Bei einer Margin von 1% können Sie mit einem Kapitaleinsatz von 1.000 Euro so eine Position über 100.000 Euro handeln! Der entstandene Hebel (Leverage) beträgt hier also 100:1.

Kapitaleinsatz und Handelskosten beim CFD-Trading

Ein großer Vorteil beim CFD-Trading liegt bei dem im Vergleich zum Kauf der Basiswerte geringen Kapitalbedarf und den geringen Handelskosten. Um eine Position zu eröffnen muss zunächst eine Sicherheitsleistung, die Margin, hinterlegt werden. Diese Margin wird geblockt, so lange die entsprechende Position nicht glatt gestellt beziehungsweise geschlossen wurde.

Margin

Die Margin berechnet sich prozentual aus der Positionsgröße und den Hebeleffekt (Leverage). Bei einer Margin von 2%, also einem Leverage von 50:1, können Sie mit einem Kapital von 1.000 Euro eine Position von 50.000 Euro eröffnen. Steigt der Kurs des Basiswertes und damit der Wert der Position zum Beispiel auf 50.500 Euro, so haben Sie einen Gewinn von 500 Euro und eine Rendite von 50% erzielt. Fällt der Wert der Position allerdings auf 49.500 Euro, so erleiden Sie bei Glattstellung der Position einen effektiven Verlust von 500 Euro, der von Ihrer Margin abgezogen wird.

Entwickelt sich der Kurs des Basiswertes nicht in die gewünschte Richtung und die Position wird nicht rechtzeitig glatt gestellt beziehungsweise die Margin durch weitere Zahlungen aufgestockt, kommt es zu einem so genannten Margin Call durch den Market-Maker. Die Position wird dann bei einem Verlust von 90-100% des eingesetzten Kapitals automatisch zum nächsten handelbaren Kurs geschlossen! In einem stark volatilen Markt mit schellen Kursänderungen kann es sogar zu einer Nachschusspflicht des Anlegers kommen.

Der Hebeleffekt im CFD-Trading sorgt im Erfolgsfall für eindrucksvolle Renditen, kann aber unter bestimmten Marktumständen auch zu einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals bis hin zun einer Nachschusspflicht führen!

CFD-Handelskonto

Zunächst benötigen Sie ein CFD-Handelskonto für Ihre Aktivitäten, dieses ist jedoch in der Regel kostenfrei. Die Handelskosten entstehen Ihnen hauptsächlich bei aktivem traden.

Ordergebühren

Ordergebühren sind vielfach nur bei Aktien-CFDs zu zahlen. Sie stellen Transaktionskosten dar, die sich prozentual vom Anlagevolumen berechnen. Bei einer Ordergebühr von 0,10 % sind beispielseise bei einer Position von 10.000 Euro bei Ankauf und beim Verkauf jeweils 10 Euro zu zahlen. Oftmals sind Mindest-Ordergebühren bzw. Mindermengengebühren zu entrichten, wenn das Anlagevolumen zu gering ist. Fallen keine Ordergebühren an, entstehen jedoch Kosten aus dem Spread.

Spread

Der Spread beschreibt die Differenz zwischen Geld- und Briefkurs (An- und Verkauf) eines CFDs. Beispiel: Der Market-Maker kauft einen Kontrakt zu 90,00 Euro, der Kunde kauft von ihm diesen CFD zu 90,04 Euro. Je höher der Spread, desto höher sind also die Kosten.

Slippage

Slippage entsteht durch ungünstige, kurzfristige Preisveränderungen beim Eingehen einer Order.

Finanzierungskosten Overnight

Werden Positionen über Nacht gehalten, kommen die Finanzierungskosten zu tragen. Sie orientieren sich meist am Tagesgeldzinssatz EONIA und übersteigen diesen Anbieter abhängig um 2-3 Prozent. Achtung: werden Positionen Overnight gehalten, besteht die Gefahr eines Kurssprunges (Gap).

Spezielle Ordergebühren

Spezielle Ordergebühren fallen an, wenn Sie zum traden auf spezielle Orderarten zurückgreifen.

Orderarten

Der Hebeleffekt beim CFD-Trading ermöglicht hohe Renditen bei geringem Kapitaleinsatz. Jedoch potenziert er nicht nur den möglichen Gewinn, sondern auch den möglichen Verlust. Spätestens beim Margin-Call ist das investierte Kapital verloren… Um mögliche Verluste zu begrenzen bieten viele CFD-Handelsplattformen ihren Kunde hierfür ein aktives Risikomanagement durch Alarmierungsfunktionen und spezielle Orderarten an. Solche Orders ermöglichen es Ihnen zum Beispiel, offene Positionen bei erreichen eine vorher definierten Kurses zu schließen. Aber nicht nur zu Risikominimierung sondern auch zur Realisierung von Gewinnen sind verschiedene Ordertypen geeignent. Nachfolgend werden wir Ihnen einige Ordertypen vorstellen.

Market-Order

Market Orders sind unlimitierte Orders und werden je nach Marktlage unverzüglich ausgeführt. Kauforders werden zum billigste Preis durchgeführt, Verkaufsorders zum besten Preis.

Limit-Orders

Limitierte Orders besitzen einen Limitbetrag. Kauforders dürfen hier maximal zum Limitbetrag ausgeführt werden und Verkaufsorders müssen mindestens zu diesem Limitbetrag ausgeführt werden. Der tatsächliche Ausführungskurs ist allerdings abhängig von der Marktlage und kann sich vom Limitbetrag unterscheiden.

Stop-Loss / Stop-Buy

Kauforders mit dem Limitzusatz “Stop-Buy” erfordern die Erfassung eines Stoplimits, zu dem eine Order aktiv werden soll. Das Stoplimit muss bei Eingabe der Order über dem aktuellen Kurswert liegen. Erreicht der Kurs des Underlyings das Stoplimit oder steigt darüber, so wird der Kaufauftrag aktiviert.

Verkauforders mit dem Limitzusatz “Stop-Loss” erfordern die Erfassung eines Stoplimits, zu dem eine Order aktiv werden soll. Das Stoplimit muss bei der Eingabe der Order unter dem aktuellen Kurswert des Basiswertes liegen. Erreicht der Kurs das Stoplimit oder fällt darunter, so wird der Kaufauftrag aktiviert.

Stop-Limit

“Stop-Limit”- Orders erfordern die Eingabe eines Stoplimits und eines zusätzlichen Limitbetrags. Die Kauf- bzw. Verkaufsorders werden bei Erreichen oder Über- bzw. Unterschreiten des Stoplimits aktiviert. Die Orders werden hier nicht zu Market-Orders, sondern zu limitierten Kauf- bzw. Verkaufsaufträgen.

Trailing Stop:

Die Trailing Stop Order basiert auf der Stop Order. Hier kann jedoch das Limit in Abhängigkeit von der Kursentwicklung nach Orderaufgabe um einen definierten Abstand zum aktuellen Kurs angepasst werden.

OCO (One Cancels Other)

Dieser Ordertyp besteht im Prinzip aus zwei Orders. Bei Ausführung der einen Order wird die jeweils andere gelöscht. Bei Aufgabe der Order wählt man hier im Falle eines Verkaufs neben einem Stop-Loss gleichzeitig ein oberes Verkaufslimit. Auf diese Weise kann man Sie sich sowohl für fallende, als auch für steigende Kurse positionieren. Als Kauforder angewandt, kann man zu einem günstigeren als dem angezeigten Kurs einsteigen oder beim Erreichen des gewählten oberen Stop Buy, weil bei einem Durchbrechen steigende Kurse erwartet werden.