DAX: Die Tops und Flops der ersten 9 Monate

von Checkstore

Es geht schon einmal gut los im Oktober. Am ersten Tag des letzten Quartals des Jahres zeigt sich der deutsche Leitindex wieder von seiner besseren Seite und legt deutlich zu. Allerdings hatte es der letzte Handelstag im September auch in sich. Sorgen um den italienischen Staatshaushalt hatten den DAX tief ins Minus gedrückt.

Damit hat der September doch noch gehalten, was er verspricht: Eine negative Performance. Allerdings hat sich der schlechteste Börsenmonat des Jahres besser präsentiert als sein Ruf. Im Durchschnitt gibt der DAX im September um 1,8 Prozent ab. Dieses Jahr war es dann nur fast ein Prozent. Jetzt beginnen, statistisch gesehen, die besten Börsenmonate des Jahres. Wir schauen mal, wie sich die DAX-Familie bislang geschlagen hat:

Die Tops und Flops im DAX

Die Aktie von Wirecard ist heute gerade einmal eine Woche im deutschen Leitindex gelistetund führt die Liste der Top-Werte gleich mit großen Abstand an. Innerhalb der ersten 9 Monate des laufenden Jahres hat sich der Kurs mit einem Plus von 102 Prozent etwas mehr als verdoppelt.

RWE und Adidas, die auf den Plätzen 2 und 3 folgen, können bei so einer Performance nicht mithalten. Berücksichtigt man allerdings, dass der DAX in den ersten 9 Monaten 5,2 Prozent an Wert verloren hat, so ist die Entwicklung der beiden DAX-Urgesteine wesentlich höher zu bewerten. Die Aktie des deutschen Versorgers kommt seit Jahresanfang auf ein Plus von 28 Prozent und die Aktie mit den drei Streifen konnte um 26,6 Prozent zulegen.

Lufthansa, Continental und Deutsche Bank sind die Schlusslichter

Die Liste der Verlierer im DAX ist deutlich länger als die der Gewinner. Lediglich 7 Aktien konnten am Ende des dritten Quartals eine positive Performance vorweisen. Schlechtester Wert in diesem Jahr ist die Deutsche Bank. Große Baustellen im eigenen Haus, eine mögliche Finanzkrise in der Türkei und ein wohl beschlossener deutlicher Verlust im dritten Quartal haben der Aktie das Leben mehr als schwer gemacht. Unterm Strich steht nach 9 Monaten ein Verlust von über 35 Prozent.

Continental hat nicht nur sich selbst das Leben mit einer Gewinnwarnung schwer gemacht, sondern direkt die ganze Branche der Autobauer mit nach unten gezogen. Allerdings hat es Daimler, BMW und VW in den ersten 9 Monaten nicht ganz so schlimm erwischt wie die Aktie von Conti. Sie verliert über 32 Prozent.

Als Platz drei der größten Verlierer liegt die Aktie der deutschen Lufthansa. Der hohe Ölpreisund größere Konkurrenz auf der Kurzstrecke haben die Analysten zu negativen Kommentaren bewogen, die sich im Kurs niederschlagen. Nach 9 Monaten mussten die Anleger ein Minus von etwas mehr als 30 Prozent verkraften. Auch das neue Quartal beginnt für die Kranich-Airline nicht gerade gut. Eine Gewinnwarnung von Ryanair drückt das Lufthansa-Wertpapier erneut deutlich ins Minus.

Von Markus Weingran www.onvista.de